John Sinclair - Folge 57: Im Jenseits verurteilt (I/II). Hörspiel.


 
Furioser Auftakt zu einem mitreißenden Hörspielzweiteiler
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(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)    Rezension bezieht sich auf: John Sinclair - Folge 57: Im Jenseits verurteilt (I/II). Hörspiel. (Audio CD) Während Kara, die Schöne aus dem Totenreich, und Myxin, der Magier, einen Dämon aus dem Dunstkreis des Spuks beschwören, um an Informationen über den bevorstehenden Krieg zwischen Asmodina und der Mordliga zu gelangen, wird Glenda Perkins von einem bezahlten Killer entführt. Bevor sich der Verbrecher an der Sekretärin von John Sinclair vergehen kann, wird er von einem geheimnisvollen Fremden, namens Rick Hunter gerettet. Doch die Erleichterung währt nur kurz, denn Rick Hunter ist kein Mensch, und plötzlich befindet sich Glenda Perkins im Vorhof der Hölle und wird von Maddox zu ewiger Qual im Reich des Spuks verurteilt. Derweil bekommt auch John Sinclair Wind von der Entführung seiner Sekretärin. Auffallend ist, dass der Killer, der Glenda Perkins verfolgte, auf der Lohnliste eines gewissen Logan Costello steht, der wiederum engen Kontakt zu Solo Morasso hat. John Sinclair geht das riskante Wagnis ein und bittet Kara darum, Rick Hunter und Asmodina zu beschwören, um Glenda Perkins auszutauschen. Sein Faustpfand ist der silberne Nagel, mit dem er Dr. Tod, alias Solo Morasso, bereits einmal vernichtete. Doch so leicht lässt sich die Hölle nicht überlisten '

Die Handlung spitzt sich immer weiter zu und alles läuft mittlerweile auf die unvermeidliche Konfrontation zwischen der Mordliga und Asmodina hinaus. Oliver Döring hat sich mit seinem genialen Skript dicht an den Originalroman der Heftromanserie gehalten und die Story nur um einige interessante Facetten bereichert. So gibt es ein glaubwürdiges Gespräch zwischen Jane Collins und Sheila Conolly, in dem sich die Detektivin Sorgen macht, dass John Sinclair ihr fremdgehen würde. Während in den Romanen häufig die realen Probleme totgeschwiegen werden, zeigen die Hörspiele, dass es auch im ansonsten so gefestigten Privatleben des Titelhelden durchaus Schattenseiten gibt und der Sohn des Lichts nicht so bieder und brav ist, wie man hätte annehmen können. Auch die Einführung von Logan Costello ist Döring glänzend gelungen. In der Romanserie wurde er bereits viel früher in das Geschehen involviert, doch in den Hörspielen wurde sein Name lediglich in Folge 54 erwähnt. Bislang ist er noch lange nicht die Nummer 1 im organisierten Verbrechen von London. Sein Aufstieg gelingt ihm erst durch den Pakt mit den Dämonen, was seine späteren Konfrontationen mit Sinclair in einem schlüssigen Licht erscheinen lässt. Bernd Vollbrecht gelingt es den Mafiaboss glaubhaft und herausragend zu spielen. Auch Sir James Powell, kongenial verkörpert von Karlheinz Tafel, wird im Hörspiel sehr viel stringenter und kompromissloser dargestellt, als im Roman. Schön, dass die Nebencharaktere so sorgfältig und gekonnt in Szene gesetzt werden. Das gilt natürlich auch für Glenda Perkins, die in dieser Geschichte zum ersten Mal direkt mit den Mächten der Finsternis konfrontiert wird. Bislang beschränkte sich ihre Rolle als Sekretärin darauf, dass sie sich mit Jane Collins kabbeln und John den Kaffee servieren durfte. Ilya Welter verleiht der Sekretärin von John Sinclair durch ihr leidenschaftliches Spiel Tiefe. Darüber hinaus bekommen fast alle Mitglieder aus dem Sinclair-Team einen mehr oder weniger großen Auftritt. Franziska Pigulla (Jane Collins), Martin May (Suko), Daniela Hoffmann (Sheila Conolly), Susanna Bonaséwicz (Kara) und Eberhard Prüter (Myxin) sind mit von der Partie und sogar Chefinspektor Tanner wird erstmals erwähnt. Auf Seiten der Dämonen sorgen Martina Treger als Asmodian, Boris Tessmann als der Spuk und Walter Gontermann als der Dämonenrichter Maddox für ein großartiges Hörspielfeeling. Oliver Döring versteht es auf vortreffliche Art und Weise den Hörer zu unterhalten und mit seinem unvergleichlichen Inszenierungsstil zu packen. Kein Wunder, dass die Serie auf dem Hörspielmarkt immer noch zu den Bestsellern gehört. Der Soundtrack wurde durch einige Stücke, die der Interworld Musikverlag zur Verfügung stellte, bereichert und die Effekte suchen ohnehin ihresgleichen.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 4. Juli 2010
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